Mein Programm

Für die Interessen der Lohnabhängigen – Bedingungslos!

Die letzten Jahre waren von zunehmend schlechteren Bedingungen bei der Arbeit geprägt; die Anforderungen, Arbeitszeit und der Stress nahmen zu, während die Löhne gleich blieben. Zudem wurden durch die bürgerlichen Mehrheiten, sowohl in den Gemeinden wie auch den Kantonen, bei der Bildung, der Gesundheit und Sozialversicherungen auf unsere Kosten gespart, wo es nur ging. Gleichzeitig sind die Steuer auf die Gewinne der Unternehmer gesenkt worden. Die Wirtschaftskrise, welche die Welt seit 2008 erschüttert, hat auch vor der Schweiz nicht halt gemacht. Dies zeigte sich besonders bei der Aufgabe der Franken-Untergrenze durch die Schweizer Nationalbank im Januar 2015 und den Reaktionen der Bürgerlichen darauf. Weitere Angriffe auf die Lohnabhängigen, weitere Entlassungen, Lohnsenkungen und Arbeitszeitverlängerungen, Einsparungen und Abbaumassnahmen werden folgen. Während sich die Kapitalistenklasse (vertreten durch die SVP, FDP, CVP, GLP, BDP und Konsorten) auf Kosten von uns Lohnabhängigen bereichern, müssen wir arbeitende Menschen, auch in der Schweiz, mit immer weniger auskommen.

Wir brauchen eine Gesellschaft und eine Wirtschaft, welche für die Mehrheit der Lohnabhängigen und nicht für die wenigen der Kapitalistenklasse (Unternehmer, Bänker, Bonzen etc.) organisiert ist.
Wir brauchen eine radikale Umgestaltung:

 

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Stopp der Ausbeutung der Jugend in der Berufslehre!

Bereits direkt nach der Oberstufe wird ein Grossteil der jungen Leute mit kapitalistischer Ausbeutung konfrontiert und in eine miserable Arbeitssituation geworfen: 55% der Lernenden arbeiten mehr, als durch Gesetz erlaubt, 25% erhalten Überstunden nicht bezahlt. Im ersten Lehrjahr verbringen Lernende über 50% ihrer Zeit mit berufsfremden Arbeiten, oft werden sie als billige Arbeitskraft missbraucht, um Arbeitskosten anderswo zu sparen (zum Beispiel als Gratis-Putzkraft). Bei einer Umfrage auf dem Bau unter Lernenden wurde erhoben, dass 52% als Handlanger missbraucht und für Fehler fertig gemacht werden. Da ihnen kein Lohn gezahlt wird, der zum selber Leben ausreicht, können Unternehmen diese Kosten direkt auf die Familien der Lernenden abwälzen. Ich kämpfe deshalb mit den Lernenden für bessere Bedingungen in der Lehre und fordere:

  • Keine berufsfremden Arbeiten
  • Kontrolle der Lehrverhältnisse durch demokratisch gewählte Lernende
  • Lehrstellengarantie und Recht auf Übernahme nach der Ausbildung
  • Mindestens 2 Stunden pro Woche bezahlte Zeit zum Lernen für die Berufsschule
  • Ausreichende Lernenden-Betreuung am Arbeitsplatz

Stopp dem Sozialabbau!

Die bürgerliche Mehrheit in Gemeinden und Kantonen betreibt Bereicherung der Reichen auf Kosten der Lohnabhängigen, indem sie Sparpakete schnürt, die vor allem die Institutionen (Bildung, Gesundheit usw.) zum Wohle der Lohnabhängigen treffen. Mehr und mehr wird privatisiert, um den Steuerausfall durch Senkung der Unternehmenssteuern zu kompensieren. So sollen allein im Kanton Bern 231 bis 491 Millionen Franken gespart werden. Diese Einsparungen verschärfen zusätzlich das Sinken des Lebensstandards der Lohnabhängigen, indem Schulen, Spitäler und Heime geschlossen oder privatisiert, Schullektionen gestrichen, Fächer an Hochschulen weg gespart, Krankenkassenprämienverbilligungen und Sozialhilfe gestrichen werden. Gleichzeitig wird das Wohnen in den städtischen Zentren stets teurer, angeheizt durch Spekulation. Die Lohnabhängigen werden gleichzeitig in die Agglomeration gezwungen wo sie durch die Erhöhung der Transportkosten weiter unter Druck geraten. Deshalb fordere ich:

  • Den Stopp und die Aufhebung aller Sparpakete sowie Privatisierungen bei gleichzeitigem massiven Ausbau von Bildung, Gesundheit und öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Die Aufhebung der Unternehmenssteuersenkungen der letzten Jahre sowie eine massive Besteuerung von Vermögen, hohen Einkommen, Kapitalgewinnen, Erbschaften und Finanztransaktionen.
  • Die Verstaatlichung und den Ausbau von ungenutzten, leerstehenden Liegenschaften zu günstigem Wohn- und Kulturraum.

Die Wirtschaft hat uns zu dienen!

Während die Löhne stagnieren und die Arbeitszeit und Arbeitsproduktivität zunimmt, streichen einige Wenige sämtliche Profite in ihre Taschen. Wenn diese Reichen dann ihr Geld verspekulieren und die Weltwirtschaft in eine tiefe Krise reissen, müssen die Arbeitenden die Banken und Unternehmen mit Steuergeldern retten. Gewinne gehören den Bonzen, Verluste müssen von uns allen bezahlt werden. Dies hat nichts mit der Gier der Bänker zu tun, sondern mit dem Wirtschaftssystem, welches auf Ausbeutung und reinen Profitinteressen beruht. Das können wir nicht länger hinnehmen!

  • Für die Verstaatlichung aller Grossbetriebe und Banken der Schweiz unter der demokratischen Kontrolle der Beschäftigten, der Gewerkschaften und des Staates.
  • Für die demokratische Planung der wichtigsten Wirtschaftssektoren – Produzieren wir für den Menschen und nicht für den Profit!
  • Für einen Umweltplan welcher zum Ziel hat, die Produktion in den nächsten 10 Jahren vollständig auf erneuerbare Energie umzustellen.